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Vatertag: Die Geschichte des Vatertag

Der Vatertag: Ehrentag oder feucht-fröhliches
Partyritual für Männer?

Seinen Ursprung hat die feucht-fröhliche Tradition des Vatertags - ganz ähnlich wie der Muttertag - in den USA. Eine gewisse Louisa Dodd rief 1910 zu Ehren ihres Vaters eine Bewegung ins Leben, die einen offiziellen Ehrentag für Väter forderte. Bereits 1924 gab es von Präsident Calvin Coolidge eine Empfehlung für die Einführung des Vatertags, aber erst 1974 wurde der Vatertag von Präsident Richard Nixon als offizieller Feiertag eingeführt.

In Deutschland wird der Vatertag am christlichen Feiertag „Christi Himmelfahrt“ gefeiert. Im Grunde genommen ist die Tradition des deutschen Vatertags jedoch weniger in der „Ehrung der Väter“ zu sehen, sie entstand vielmehr aus dem Ritual junge Männer in die „Untugenden der Mannbarkeit“ einzuführen. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist nämlich in Berlin und Umgebung der Brauch aufgekommen, junge Männer in die (Un-)Sitten der Männer, wie Trinken, Rauchen und Frauen einzuführen. Dieser so genannte Herrentag wurde mit den Jahren immer populärer, so dass noch heute Heerscharen von Männern jeden Alters am Vatertag mit einem Bollerwagen ins Grüne bzw. Blaue aufbrechen und dabei Unmengen von Alkohol konsumieren. Der Vatertag ist also eher als Ehrentag für die „Männlichkeit“ anstatt für echte Väter zu sehen. Die echten Väter werden nur insofern gewürdigt, dass sie kein Bier mitbringen oder tragen müssen – das übernehmen für sie traditionell die Junggesellen und Nicht-Väter.


(Quelle: Wikipedia)

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